An dieser Stelle befinden Sie sich an einem historischen Gewerbestandort in Langenholzhausen. Die Fotomontage zeigt die Industriebuchbinderei und das abgerissene Sägewerk nebeneinander.

Im Jahre 1911 erhielt Heinrich Schröder vom Langenholzhauser Gemeinderat die Genehmigung zum Betrieb eines Sägewerks.

Zu Beginn bestand das Sägewerk aus einfachen Holzgebäuden, die im Laufe der Jahre nach mehreren Bränden durch massive Gebäude in Bruchstein-bauweise ersetzt wurden.

Nach und nach erfolgten Anbauten und Erweiterungen in Backstein- und Holzausführung. Eine große Dampfmaschine diente als Kraftquelle zum Betrieb der umfangreichen maschinellen Anlagen.

Die Hochzeit erlebte das Sägewerk in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Insbesondere zur Zeit des Baubooms in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, als große Mengen Bauholz benötigt wurden, waren zeitweise bis zu 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Stammholz wurde aus den Wäldern der Umgebung, aus dem Harz und aus dem Solling gekauft. Importholz aus aller Welt wurde über die deutschen Seehäfen Hamburg und Bremen nach Langenholzhausen gebracht. Hier verarbeitete man es zu Schnittholz für die heimische Möbelindustrie, für Industrieverpackungen und als Bauholz.

Aus Mangel einer Nachfolge und wegen der nicht mehr zeitgemäßen technischen Ausrüstung erfolgte die Schließung des Betriebes im Jahre 2000.

2004 kaufte Jörn Pönninghaus das Werksgelände. Die alten maroden Gebäude wurden abgerissen und 2005 entstand ein moderner Neubau zum Betrieb einer industriellen Papierverarbeitung. (Text: Jörn Pönninghaus)

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Zwei Produktionsbetriebe aus der selben

Perspektive

Redaktion: Jörn Pönnighaus und Dorfleben Langenholzhausen e. V. Tel 05254 5120