Digitaler Trimm-dich-Pfad auf dem Lemgoer Wall eröffnet

„Digitalpfad.Bewegter Wall“ lädt Jung und Alt zu Sport- und Gedächtnisübungen ein

Familien, Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Rollatoren und alle, die sich körperlich fit machen oder halten wollen: Der „Digitalpfad.Bewegter Wall“ auf der Lemgoer Wallanlage zwischen Ostertor- und Slavertorwall hat für jeden und jede etwas zu bieten in puncto Ganzkörper-Workout und Gehirnjogging. “Das Einzige, was man hier falsch machen kann, ist sich nicht zu bewegen”, stellt Bürgermeister Markus Baier fest, der den Pfad bei einem Pressetermin vorgestellt hat. „Die Idee ist es mit dem Digitalpfad auf der größten Sportanlage Lemgos, dem Wall, allen Lemgoern und Lemgoerinnen Übungen für Körper und Geist anzubieten“, berichtet Patrick Busse vom TV Lemgo. Er und Carolin Kulesa vom HanseHaus Lemgo in Trägerschaft des Sozialen Altendienst Lippe e.V. haben die Idee gemeinsam entwickelt.

Eröffnen den „Digitalpfad.Bewegter Wall“ (v.l.n.r): Carolin Kulesa (HanseHaus Lemgo), Herbert Fischer (TV Lemgo), Bürgermeister Markus Baier, Martin Bröker (Soziale Altendienste Lippe e.V.), Bernd Redeker (digital.interkommunal), Patrick Busse (TV Lemgo), Nicole Baeumer (digital.interkommunal), Katja Vormbusch (TV Lemgo), Yvonne Coenen (TV Lemgo), Irene Sander und Annelore Köller (HanseHaus).

Sieben Stationen mit Sport- und Gedächtnisübungen für Jeden und Jede

Auf gut einem Kilometer des Walls befinden sich insgesamt sieben Stationen. Sie sind jeweils gut sichtbar mit einer Infotafel gekennzeichnet und ohne festgelegte Reihenfolge nutzbar. „Auf jeder Infotafel ist schon eine Sport- und Gedächtnisübung abgebildet, also noch ganz analog“, erklärt Carolin Kulesa vom HanseHaus. „Digital wird es dann beim Scannen des QR Codes, dieser führt zu den Videos der Sport- und Gedächtnisübungen.“ Hier kann zwischen unterschiedlichen Varianten wie Einzel- und Partnerübungen oder Bewegungseinheiten für Personen mit Handicap ausgewählt werden. Auch in der Schwierigkeit variierende Gedächtnisübungen werden hier angeboten. Dass auf dem Digitalpfad auch Menschen mit Handicap in leichteren und schwierigeren Varianten trainieren oder Gedächtnisübungen machen können, ist Carolin Kulesa vom HanseHaus Lemgo ein großes Anliegen. Die Bewohnerinnen des HanseHauses Irene Sander und Annelore Köller, beide selbst mobil mit einem Rollator, machen es in den Videos vor, wie die Sportübungen für Menschen mit Rollatoren funktionieren. Konzipiert wurden diese insgesamt von Katja Vormbusch vom TV Lemgo. „Jeder und jede ist eingeladen, den Digitalpfad.Bewegter Wall zu nutzen. Vielleicht als besondere Attraktion bei Sonntagsspaziergang oder Gassigehen, beim Familienausflug, eingebaut in die reguläre Joggingrunde, als Aktivität im Sportunterricht oder Ausflug einer Senioreneinrichtung“, berichtet Patrick Busse. Geräte mussten für den Pfad nicht aufgestellt werden – zur Verwendung kommen stattdessen das eigene Körpergewicht und das bestehende Mobiliar auf dem Wall wie zum Beispiel Bänke oder Geländer.

Ein digital-interkommunal Qick Win-Projekt

Bei der Entwicklung des Gesamtkonzepts des „Digitalpfad.Bewegter Wall“ wurde der TV Lemgo und das HanseHaus Lemgo durch digital.interkommunal Kalletal.Lemgo unterstützt. Das interkommunale Smart City Projekt im Kalletal und in Lemgo übernahm zudem die Finanzierung. „Der Digitalpfad gehört zu den sogenannten Quick Win-Projekten des Modellprojekts im Kalletal und in Lemgo und soll den Bürgerinnen und Bürgern die Idee hinter dem Smart City Gedanken näher bringen“, so Nicole Baeumer, Projektleitung digital.interkommunal Kalletal.Lemgo. Erweiterungen des digitalen Trimm-dich-Pfads durch weitere Stationen auf dem Wall sind zukünftig denkbar.