Streuobstwiesen bilden ein wichtiges Biotop für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Der besondere Artenreichtum auf Streuobstwiesen lässt sich insbesondere durch das Vorkommen verschiedener Lebensräume auf der Streuobstwiese erklären. Das Vorkommen von Totholz, der Wechsel von Licht- und Schattenplätzen sowie ein Angebot verschiedener Obstsorten sorgt für die Beliebtheit bei Vögeln, Insekten, Reptilien und Amphibien.

Obstblüte ( © BUND Lemgo)

Ein häufiger Besucher ist zum Beispiel der Buntspecht, der an seinem schwarz-weißen Gefieder und roten Unterschwanzdecken zu erkennen ist. Da sie sich von holzbewohnenden Insekten ernähren, finden sie auf Streuobstwiesen eine gute Nahrungsgrundlage. An sich stellt sich der Buntspecht als wenig spezialisierte Spechtart dar, weshalb er in viele Lebensräumen wie Parks oder Wälder mit vielen Eichen- und Buchenbeständen vorkommen kann.

Als weitere typische Spechtart der Streuobstwiesen ist der Grünspecht zu nennen. Da sich der überwiegend grüne Vogel mit dem roten Scheitel hauptsächlich von Ameisen ernährt, kann er häufig, am Boden nach Nahrung suchend, beobachtet werden. Insbesondere auf Streuobstwiesen werden die Wiesenflächen häufig durch Beweidung kurz gehalten, sodass diese optimal vom Grünspecht genutzt werden können.

Grünspecht ( © BUND Lemgo)
Schafbeweidung ( © BUND Lemgo)