Befüllung des Beckens

Die Langenholzhauser Badeanstalt

In den Jahren der Arbeitslosigkeit Anfang der dreiziger Jahre des 20. Jahrhundert hatten junge Männer bei der Forstverwaltung zu arbeiten. Der sogenannte Freiwillige Arbeitsdienst erbaute die Langenholzhauser Badeanstalt.

Zwei Förster standen den Baumaßnahmen vor: Forstmeister Benkelberg und Revierförster Leßmann.

Steine kamen aus den nahegelegenen Steinbrüchen, Holz aus der Umgebung. Zwei Sprungbretter wurden eingebaut und ein großes Weinfass diente als Dusche. 1933 waren die Baumaßnahmen abgeschlossen.

Einer der Bademeister, Ernst Rahtert, spielte in den Jugenderinnerungen von Wilfred Bergmeier (ehemaliger Vorsitzender des Heimatvereins) folgende Rolle: Verfügten er oder seine Schulkollegen nicht über das Eintrittsgeld von einem Groschen, so wurden sie dennoch eingelassen. Allerdings mussten die Jugendlichen versprechen, vom 1m-Brett zu springen. Als Gegenleistung gab es dafür eine Flasche „Sissi“.

Die Badeanstalt hatte schon damals zwei Sprungbretter

Ein großer Teil des Badebetriebs fand am Beckenrand statt, da selbst in heißer Sommerzeit das Wasser sehr kalt war. Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, die Becken gegen das kalte Kalle- und Quellwasser abzudichten. Darin lag wohl auch der Grund, weshalb in der Nachkriegszeit der Badebetrieb nicht wieder aufgenommen wurde.

Im Folgenden berichtet Hans Otto Flörkemeier (Jahrgang 1929) von seinen Erlebnissen in der Badeanstalt:

Redaktion: Dorfleben Langenholzhausen e.V. Tel.: 05264 5120